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Euer Arne

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News-Blog

Dienstag, 28. Juni 2016 - 23:47 Uhr
Erdbeerzeit!


Hier kommt ein tolles und gar nicht sooooo ungesundes Rezept für eine leckere Erdbeertorte!

Der Boden:
2 Eier trennen, das Eiweiß aufschlagen, wenn sich kleine Blasen bilden, dann 60g Zucker und viiel Vanille (nach Geschmack), eine Prise Salz zugeben, weiter schlagen, bis das Baiser schön fest ist. In das steif geschlagene Eiweiß die zwei Eigelbe hinzugeben, 60g Mehl (Dinkel) und 1TL Backpulver.
Den Boden bei 185 Grad Umluft etwa 12-15min backen. Ich habe eine eine Springform mit ca. 20cm Durchmesser genommen, ein Tortenring müsste auch funktionieren. Wählt man einen größeren Durchmesser, bekommt man einen schönen Tortenboden, es reicht dann aber wahrscheinlich nicht mehr zu einer zweistöckigen Torte

Die Crème:
Bei dem Kuchen handelt es sich eigentlich um einen "Restekuchen", in die Creme kommt, was der Kühlschrank so hergibt. In unserem Fall waren das 500g Jogurt, ca. 200g Mascarpone, etwa 500g Erdbeeren, einige Himbeeren, Zucker und Vanille nach Geschmack und Süße des Obstes. Ich habe dann noch etwa 10 Minzeblätter sehr klein geschnitten und untergemischt. Zuletzt 12g Agartine (vegetarische Gelatine) in etwas Milch kurz aufköcheln lassen, etwas abkühlen und die Creme nach und nach unter die Agartine mischen (nicht umgekehrt!).

Den Biskuit-Boden aus der Form nehmen und in der Mitte durchschneiden. Einen Tortenring genau auf die Größe des Bodens einstellen, den Boden hineinlegen, etwa die Hälfte der Crème einfüllen, den zweiten Biskuit darauf legen und die restliche Creme einfüllen (nicht zu hoch "stapeln", sonst hält die Torte nachher nicht, lieber etwas Crème beseitestellen, bei uns war der Rest schnell "verschwunden" .

Die Torte für ca. 3h in den Kühlschrank stellen. Vorsichtig aus dem Tortenring lösen. Zur Dekoration kann man kurz vor dem Servieren noch einige Erdbeeren und Himbeeren und ein paar Minzblätter auf die Torte drapieren.

TIPP: Statt Minze kann man auch Basilikum nehmen, dann aber nicht ganz so viel, etwa 3-5 kleinere Blätter.

TIPP 2: Wir haben frische Minze auf der Dachterrasse angepflanzt. Sie ist winterhart und wächst wie Unkraut. Im Sommer machen wir oft Minz-Eistee oder Erdbeer-Minz-Smoothies oder eben Erdbeer-Minz-Torten

Guten Appetit, genießt den Sommer!



Montag, 30. Mai 2016 - 08:40 Uhr
Mohn-Käse-Kuchen - Das Rezept :)


Auf vielfachen Wunsch könnt ihr hier das Rezept für einen meiner absoluten Lieblingskuchen nachlesen. Aber ich muss euch warnen, er ist weder low carb noch macht er schnell - aber er ist sooo gut
Das Rezept ist für eine kleine Springform (20cm).

Boden (Mürbeteig) : 125g Mehl, 25g Zucker, etwas Salz, frisch gemahlene Vanille, ein Eigelb, 65g Butter in der Küchenmaschine zu einem Teig verarbeiten, der nicht mehr krümelt, am Ende mit der Hand zu einer Kugel formen. Die Teigkugel in Frischhaltefolie in den Kühlschrank legen.

Die Mohnschicht: In einem Topf 60ml Milch, 25g Butter, 25g Zucker, frisch geriebene Zitronenschale (1-2 TL, unbehandelt) aufkochen lassen. 125g Mohn dazugeben, verrühren und quellen lassen.

Den Ofen vorheizen auf 160° Umluft.

Die Quarkschicht: Ein Eiweiß steif schlagen, beiseite stellen. 250g Quark (Magerstufe, wir nehmen oft Quark mit Joghurt verfeinert), 100g Schmand, 1 gehäufter EL Speisestärke, ein Eigelb, 2-3 TL Zitronensaft, 1-2 TL frisch geriebene Zitronenschale, 60g Zucker verrühren.

Den Boden der Form mit einem Backpapier auslegen.
Den Teig aus dem Kühlschrank holen, ausrollen und in die Form geben. Einen kleinen Rand formen. Die Mohnmasse als unterste Schicht auf den Boden geben. Unter die Quarkmasse vorsichtig den Eischnee heben und die Quarkmasse auf die Mohnmasse geben. Den Kuchen etwa 30-35min backen, dann den Kuchen bei 180° Umluft weitere 5-10min backen, bis er oben leicht braun ist (ggf. eine Stufe höher). Den Kuchen aus dem Ofen holen, etwa 5min abkühlen lassen, dann die Springform lösen und den Kuchen auf einem Kuchenrost vollständig abkühlen lassen.

Genießen Der Kuchen zieht über Nacht durch und schmeckt am nächsten Tag noch ein wenig intensiver. Das Problem ist, dass er den nächsten Tag bei uns meistens nicht erlebt

Viel Spaß beim Nachbacken!



Sonntag, 6. März 2016 - 11:44 Uhr
Erster Testlauf mit dem LunarEpic in Kenia


Am 03.03.2016 hat NIKE den LunarEpic vorgestellt und ich durfte als einer der ersten Läufer den Schuh testen. Da ich gerade im Trainingslager in Kenia bin, wurde daraus ein Test unter Extrembedingungen.
Als ich den Schuh am Donnerstag aus dem versiegelten Beutel nahm, war ich erst einmal überrascht und auch ein wenig skeptisch. Ein Laufschuh mit hohem Schaft! Dazu Flyknit als Obermaterial und eine völlig neue Schuhsohle. Das Design ist natürlich grandios!
Also anziehen und los auf meine 11km Runde!
Der Schuh passt sich sofort an, dass Flyknit-Material ist einfach der Hammer! Es drückt nichts und trotzdem kann ich Druck auf den Schuh geben. Der hohe Schaft ist gar nicht mal schlecht, beim Laufen sogar richtig angenehm. Die Ferse wird entlastet, kein Drücken am hinteren Fuß und deshalb vor allem für Achillessehnengeplagte wohl ein Segen. In Zukunft wird sich der hohe Schaft bei Laufschuhen mit Sicherheit durchsetzten!
Ich war bisher ehrlicherweise kein großer Fan der Lunar-Serie, da mir diese Schuhe eher steif und unflexibel erschienen. Der LunarEpic ist da ganz anders. Man hat eine unglaublich gute Dämpfung, es ist so, als ob man auf Wolken läuft und dabei trotzdem volle Kontrolle hat.
Den Härtetest Kenia hat der Schuh mit Bravour gemeistert und ich freue mich schon jetzt auf die nächste Runde über die staubigen Pisten mit dem LunarEpic!
Die 11er-Runde flog ich in 43:30min, also einem Durchschnitt von 3:57min/km!


Donnerstag, 28. Januar 2016 - 17:11 Uhr
In Hamburg sagt man Tschüss


Von Twitter und aus einigen Nachrichtentickern musste ich heute erfahren, dass der LT Haspa Marathon Hamburg mich im kommenden Jahr nicht mehr unterstützen wird und hiermit die breite Öffentlichkeit sucht. Angedeutet wurde mir das Vertragsende bereits kurz nachdem ich bekannt gegeben hatte, in London zu starten.
Ein Start in Hamburg war nie Vertragsgrundlage. Ich hatte das auch von Anfang an kommuniziert. Es ging darum, mich als gebürtigen Hamburger auf dem Weg nach Rio zu begleiten und optimal zu fördern. Zu diesem Weg gehört es, dass ich international in Weltklassefeldern Erfahrung sammele, denn die fehlt mir mit meinen bisherigen zwei Starts in Frankfurt. Ein Rennen in HH auf mich zugeschnitten, das ich zwar hätte gewinnen sollen, hätte mir auf meinem Weg nach Rio wenig an Erfahrung gebracht. In London werde ich erstmals auf meine Gegner im olympischen Marathon treffen und schon austaxieren, wo ich mich innerhalb der absoluten Weltspitze einsortiere. Eine tolle Gelegenheit, die HH nicht hätte bieten können.
Schade, lieber berichte ich euch von meinem Alltag als Marathonläufer. Solche Themen klärt man zudem besser bilateral, aber jetzt musste ich auf diese Meldung doch irgendwie reagieren... Ich bin Hamburger und bin meiner Stadt sehr verbunden. Wer mich kennt, weiß das...

Dienstag, 19. Januar 2016 - 10:44 Uhr
LONDON CALLING!!! 96 days to go....

Foto by Nike

Am Sonntag, den 24.04.2016, werde ich meinen dritten Marathon laufen und zwar in London. Der Virgin Money London Marathon ist einer der besten Marathons der Welt und gehört zu der World Marathon Major Serie (WMM). Er ist ein MUSS für jeden Eliteläufer!
London gilt als eine der schnellsten Strecken im Frühjahr und hat ein ausgezeichneten Ruf. Eine neue persönliche Bestzeit will ich nicht ausschließen. Ich freue mich sehr, dass mir die Veranstalter ein gutes Angebot machen konnten und ich mich mit den aktuell besten Marathonläufern der Welt messen darf. Auf dem Weg zum Olympischen Marathon am 21.08.2016 passt der London Marathon zeitlich perfekt in die Vorbereitung. Für mich ist es außerdem sehr wichtig, möglichst viel Erfahrung auf dem Weg nach Rio zu sammeln und da ist London mit diesem Weltklassefeld die beste Adresse.
Vor dem Marathon in London sind ein schneller Halbmarathon und schnelle 10km geplant. Wo diese Läufe sein werden, ist noch nicht ganz klar.

LEICHTATHLET DES JAHRES 2015
In der letzten Woche wurde bekannt, dass ich die Wahl zum Leichtathleten des Jahres 2015 gewonnen habe. Über dieses Wahlergebnis habe ich mich unheimlich gefreut und möchte mich ganz herzlich bei Allen, die für mich gestimmt haben, bedanken. Ihr seid einfach genial!
Es ist einfach toll, diese Auszeichnung der deutschen Leichtathletik-Fachwelt zu gewinnen! Diese Motivation werde ich auf die vielen langen Trainingsläufe in Stuttgart und Kenia mitnehmen!

Virgin Money London Marathon 2016 elite men and personal bests:

Eliud Kipchoge (KEN) 2:04:00
Dennis Kimetto (KEN) 2:02:57
Wilson Kipsang (KEN) 2:03:23
Endeshaw Negesse (ETH) 2:04:52
Stanley Biwott (KEN) 2:04:55
Kenenisa Bekele (ETH) 2:05:04
Tilahun Regassa (ETH) 2:05:27
Abera Kuma (ETH) 2:05:56
Samuel Tsegay (ERI) 2:07:28
Ghirmay Ghebreslassie (ERI) 2:07:47
Amanuel Mesel (ERI) 2:08:17
Serhiy Lebid (UKR) 2:08:32
Arne Gabius (GER) 2:08:33
Tewelde Estifanos (ERI) 2:09:16
Ghebrezgiabhier Kibrom (ERI) 2:09:36
Vitaliy Shafar (UKR) 2:09:58
Marcin Chabowski (POL) 2:10:07
Scott Overall (GBR) 2:10:55
Chris Thompson (GBR) 2:11:14
Yuki Sato (JPN) 2:12:12
Callum Hawkins (GBR) 2:12:17
Nordstad Moen (NOR) 2:12:54
Lee Merrien (GBR) 2:13:41
Derek Hawkins (GBR) 2:14:04
Shawn Forrest (AUS) 2:14:37
Kevin Seaward (IRL) 2:14:52
Phil Wicks (GBR) 2:15:37
Paul Pollock (IRL) 2:15:38
Ben Moreau (GBR) 2:15:52
Ian Kimpton (GBR) 2:15:55
Matthew Hynes (GBR) 2:16:00
John Beattie (GBR) 2:16:38
Andrew Davies (GBR) 2:16:55
Stephen Scullion (IRL) 2:34:33
Bedan Karoki (KEN) Debut
Gervais Hakizimana (RWA) Debut
Jonathan Hay (GBR) Debut
Ryan McLeod (GBR) Debut
Alejandro Fernandez Martin (ESP) Debut

Mittwoch, 21. Oktober 2015 - 20:25 Uhr
Am Sonntag um 10 Uhr geht es auf Rekordjagd! Live beim hr und im Internet!

Text Frankfurt Marathon; Foto by Nike;

Arne Gabius - Schafft er es oder schafft er es nicht?

Arne Gabius
– das ist hier die Frage. Arne Gabius hat bei seinem fulminanten Marathon-Debüt im Vorjahr (2:09:32 Stunden) in Frankfurt alle überrascht.
In diesem Jahr werden am 25. Oktober alle Blicke auf ihn gerichtet sein.

Schafft er es wirklich? Nach harten Trainingseinheiten hat er sich manchmal via Youtube die emotionalen Bilder von seinem Zieleinlauf in die Festhalle angeschaut. In diesem Jahr greift er an gleicher Stelle, auf dem roten Teppich in Frankfurts „Gudd Stubb“, nach den Sternen. „Ich gehe davon aus, dass der deutsche Rekord fallen wird“, sagt der 34-Jährige. Gabius will die Uralt-Bestmarke des Dresdners Jörg Peter aus dem Jahr 1988 knacken. Dafür muss er 45 Sekunden schneller laufen als im Vorjahr. Gabius spricht sogar davon, eine Zeit zwischen 2:07 und 2:08 anzupeilen – gute äußere Bedingungen vorausgesetzt. Damit würde er den deutschen Langstreckenlauf endgültig in neue Sphären katapultieren.
Die Organisatoren des ältesten deutschen Citymarathons verschaffen ihm beste Bedingungen für die Verwirklichung des Plans. So haben sie ein Elitefeld zusammengestellt, in dem Gabius in der ersten Gruppe laufen kann. Es wird eine Halbmarathonzeit von 63:30 Minuten angestrebt. Bis Kilometer 30 soll es, so der Plan der Frankfurter, ein ruhiges, von Tempomachern eingehegtes Rennen werden. „Nach hinten heraus verspricht es dann ein schnelles, ein interessantes, einfach ein tolles Rennen zu werden“, sagt Gabius. Und wer weiß, vielleicht kann der Wahl-Stuttgarter ja sogar den Frankfurt Marathon gewinnen. Der Sieg bei den Deutschen Meisterschaften, die in diesem Jahr im Rahmen des Laufklassikers am Main stattfinden, wird ihm ohnehin kaum zu nehmen sein. Im vergangenen Jahr hatte Gabius, der für den LT Haspa Marathon Hamburg startet, nach den ersten neun Wochen Marathontraining seiner Laufbahn überhaupt eine Zeit zwischen 2:10 und 2:12 angekündigt. Für ihn sei es eine „vorsichtige Prognose“ gewesen, erzählt er. In der seit vielen Jahren darbenden deutschen Männerszene wirkte es zunächst wie die Ansage eines Größenwahnsinnigen. Nach seinem fantastischen Rennen hätten dann viele Leute ihn dazu gedrängt, den Bahnrennen, seiner eigentlichen Profession, Knall auf Fall adieu zu sagen und sofort und ausschließlich sein Heil auf der Straße zu suchen. Doch Gabius war noch nicht so weit. Er benötigte noch seine „Abschiedssaison von der Bahn“, wie er sagt, jenem Stadionoval, in dem er sich als Leistungssportler 20 Jahre tummelte. Anfang des Jahres holte er sich noch den deutschen Rekord über 5000 Meter in der Halle in 13:27,53 Minuten. Und er schaffte die Qualifikation für das WM-Rennen über 10000 Meter in Peking. Da war sie, die Gelegenheit, die Bahnkarriere auf der größtmöglichen Bühne würdig zu beenden, die Spikes für immer an den Nagel zu hängen. Gabius, der ein abgeschlossenes Medizin-Studium vorweisen kann, erreichte in Peking dann einen guten 17. Platz. Schon in den Wochen zuvor war er im Marathontraining mit Blick auf Frankfurt, legte für die WM nur eine dreiwöchige Pause davon ein und freute sich anschließend „auf das Abenteuer Straße, in das ich mich jetzt voll stürzen werde“. Mit Trainingstagen mit einer Intensität, die bei Ottonormalläufern schon den Schädel brummen lässt: 3 x 10 Kilometer in jeweils unter 30 Minuten zum Beispiel, oder eine Überdistanz von 45 Kilometern in Intervallen. Der italienische Trainer-Guru, nach dessen Plänen die halbe Weltelite de Männer und Frauen trainiert, hat sich auch Gabius‘ Fortkommen in der Marathonwelt angenommen. In manchen Wochen kam Gabius, der sein Training und vor allem seine Ernährung akribisch plant, auf bis zu 260 Kilometer. Dabei treibt der gebürtige Hamburger seinen Fettstoffwechsel zu Höchstleistungen. Den Frankfurt Marathon 2014, sagt der Athlet, habe er mit „zehn Schluck Wasser und drei Schluck Cola“ bewältigt. Kartoffeln, Nudeln und Reis hat er, der sich seit 20 Jahren vegetarisch ernährt, von seinem Speiseplan verbannt. Beharrlich hat er seinen Körper gelehrt, „Kohlenhydrate als etwas Besonderes zu erachte“, sagt Gabius. Am Start vor dem Messturm werde er „wie ein vollgetanktes Formel-eins-Auto“ stehen, dann immer leichter und schneller werden und dann „hoffentlich mit dem letzten Tropfen Sprit in die Festhalle einlaufen“. Die Belohnung folgt hoffentlich im Ziel auf dem roten Teppich – aber spätestens im anschließenden Urlaub auf Hawaii, wo er und seine Verlobte in aller Stille und Abgeschiedenheit heiraten wollen.



Sonntag, 9. August 2015 - 16:21 Uhr
Mehr geht nicht - ein Kommentar zur aktuellen Doping-Diskussion aus Läufersicht


Ich habe mit großem Interesse die aktuelle Doping-Doku von Hajo Seppelt gesehen und verfolge auch die sich hieran anschließende Diskussion sehr aufmerksam. Die Bilder aus Kenia haben mich entsetzt. Ich befinde mich jedes Jahr mehrere Wochen in Kenia und habe es doch nicht wiedererkannt. Neben einem untätigen Verband, der die Sperren der IAAF, werden sie denn empfohlen, nicht umsetzt, zeigte die Reportage eindrücklich, dass sich einige kenianische Läufer regelmäßig in Lebensgefahr begeben mit ihrem unkontrollierten Medikamentenmissbrauch und EPO-Konsum. Hier werden zwei Aspekte deutlich:

- In Kenia scheint es Läufer zu geben, die aus Unwissenheit und mit Hilfe skrupelloser Ärzte leistungssteigernde Mittel einnehmen, ohne zu wissen, welche fatalen Nebenwirkungen diese Mittel entwickeln können. Hier besteht dringender Handlungsbedarf vor Ort - die Läufer müssen umfassend aufgeklärt werden und das Unrechtsbewusstsein muss verstärkt bzw. überhaupt geschaffen werden. Gedopte Athleten müssen in jedem Fall belangt werden, womit ich zum zweiten, strukturellen Aspekt komme.

- Der weltweite Antidoping-Kampf krankt in institutioneller und struktureller Hinsicht. Es kann nicht sein, dass die IAAF und die nationalen Verbände, die an Medaillen gemessen werden, immer neue Rekorde feiern und im Ergebnis von der erfolgreichen Vermarktung ihres Sports leben, immer noch ganz offensichtlichen Einfluss auf die Durchführung von Dopingtests, der Veröffentlichung von Testergebnissen und der Vollstreckung von Sperren nehmen. Die WADA und die nationalen Antidoping-Agenturen befinden sich viel zu oft in wirtschaftlicher und/oder politischer Abhängigkeit zu den Verbänden, zur Politik und Wirtschaft, was sich auch nach dem neuesten WADA-Code von 2015 nicht signifikant gebessert haben dürfte.

Die Tatsache, dass beispielsweise eine russische Läuferin sich bei der IAAF die Teilnahme an den Olympischen Spielen erkaufen konnte oder die Tatsache, dass beispielsweise der kenianische Verband Athleten nicht sperrt, obwohl sie überführt wurden, zeigt unmittelbaren Handlungsbedarf auf:

- Die WADA muss viel stärker die Einrichtung unabhängiger nationaler Antidoping-Agenturen, gerade in den "hot-spot"-Regionen wie z.B. Russland, Kenia, Türkei, forcieren und deren Arbeit überwachen, ggf. auch finanzieren. Hierbei ist v.a. auf eine personelle, finanzielle und politische Unabhängigkeit der Agenturen zu achten.

- Die WADA selbst muss in ihren Kompetenzen und in ihrer Unabhängigkeit gestärkt werden, um die Arbeit der nationalen Antidoping-Agenturen sicherzustellen. Die WADA muss hierfür finanziell viel besser ausgestattet werden.

Der Marathonlauf steht unter Generalverdacht, jeder einzelne Läufer sitzt auf der Anklagebank. Wir stellen schon sämtliche Daten zur Verfügung, nehmen grobe Einschnitte in unsere Rechte auf Informations- und Datenschutz, in unsere Privat- und Intimsphäre in Kauf. Mo Fahrah und einige britische Kollegen sahen sich heute genötigt, ihre Off-Score-Werte zu veröffentlichen, in dem Versuch, den Generalverdacht zu entkräften. Mehr geht nicht. Jetzt sind andere am Zug, endlich die Bedingungen herzustellen, die ein fairer Wettkampf benötigt.



Sonntag, 12. Juli 2015 - 15:31 Uhr
Sieg beim Ludwigsburger Citylauf!


30:07min und erster Platz mit über 2min Vorsprung in Ludwigsburg!
Ich konnte die 6km von zu Hause zum Marktplatz Ludwigsburg einlaufen, der Lauf fand quasi in meinem Wohnzimmer statt? Da war ein Start fast Pflicht.
Die Organisation dieses Laufes, die Stimmung an der Strecke, alles stimmte - bis auf das Wetter... Über 30*C und eine sehr trockene Luft ließen mich fast an jeder Wasserstation anhalten, ich habe mehr getrunken als beim Marathon im letzten Herbst. Trotzdem Danke Ludwigsburg, ich komme wieder!
In dieser Woche stehen insgesamt 257km zu Buche, inkl. der 10 Wettkapmpfkilometer. Ich fühle mich sehr gut - dank Physiotherapie und Eisbädern - so kann's in den nächsten Wochen weitergehen. Challenge: 1000km in 4 Wochen!

Foto geklaut bei Anna Hahner.

Dienstag, 7. Juli 2015 - 14:50 Uhr
Frankfurt Vol. 2 – 1000 gute Gründe


In knapp 16 Wochen steht mein nächster Marathon an – und zwar auf meiner Lieblingsstrecke in Frankfurt. Ein Marathon bietet ziemlich viele Unwägbarkeiten – sowohl in der Vorbereitung als auch im Rennen selbst, sodass ich jedenfalls im Hinblick auf die Strecke, die Stimmung und die Organisation den sicheren Weg einschlage, denn letztes Jahr hat hier einfach alles gepasst.

In den letzten zwei Wochen habe ich mich gut von dem ersten Teil meiner Saison erholt, gestern war dann Startschuss der spezifischen Marathonvorbereitung. Die zwei Wochen Urlaub habe ich auch genutzt, mein Marathonteam aufzustellen:

- Anne, die mich voll unterstütz und die ein oder andere Radeinheit absolvieren werden wird
- Renato Canova, der mir mit Rat und ungebremster Begeisterung zur Seite stehen wird
- Nike – mit Nike International entwickle ich stetig neue Schuhe, teste Prototypen und bekomme so den perfekten Marathonschuh
- Prof. Dr. Jürgen Siegele und Team (Therapie- und Rehazentrum Großbottwar), die dafür sorgen, dass ich mich nicht verletze

Ich freue mich auf die Vorbereitung und das Training und konnte es kaum erwarten, mit dem Training für Frankfurt zu beginnen. Mir macht dieses spezifische Training Spaß – so viel Spaß, dass ich im Frühjahr bereits die erste Grundlage gelegt habe. Der zweite Marathon ist auch nicht schwerer oder härter als der erste, ganz im Gegenteil. Von absoluten Topläufern habe ich schon öfters gehört, dass der zweite Marathon deutlich schneller und leichter wird. Gerade unter dem Aspekt, dass ich im letzten Jahr nur eine neunwöchige Vorbereitung hatte und das erste Mal überhaupt in der Woche über 200km lief, starte ich in diesem Jahr mit ganz anderen Voraussetzungen. Ich konnte – abgesehen von leichten Erkältungen und Magen-Darm-Erkrankungen – den Winter und das Frühjahr voll trainieren und habe auch in der Bahn- und Straßensaison immer wieder Marathon-Blocktrainings eingebaut. Die Ernährung wird schrittweise und langsam auf Marathonkost umgestellt.
Im letzten Jahr haben sich meine Pläne erst spät konkretisiert, ich konnte quasi inkognito trainieren und stimmte mich allein auf die Herausforderung ein. In diesem Jahr soll das anders werden. Mit meinem neuen YouTube-Kanal, der spätestens ab morgen bereit stehen wird, könnt ihr mich auf meinem Weg nach Frankfurt begleiten. Ich werde euch den Alltag eines Marathonläufers zeigen – mit allem, was dazu gehört, nämlich Training, Regeneration, Physiotherapie, Ernährung und Wettkämpfen.

Das Ziel für Frankfurt ist eine Zeit von unter 2:09h, genauer würde ich gerne 46s schneller als im letzten Jahr laufen… Damit würde das Jahr 2015 enden, wie es begonnen hat, als ich in Düsseldorf meinen Deutschen Rekord lief.

Ich baue auf eure Unterstützung und freue mich auf die kommenden Wochen!

Sonntag, 23. November 2014 - 17:09 Uhr
Läufer mit Auszeichnung...



Was für ein Saisonabschluss!
Ich wurde in den letzten vier Wochen zum
- Deutschen Leichtathleten des Monats
- Europäischen Leichtathleten des Monats (EAA) und zum
- Läufer des Jahres 2014 gewählt!

Vielen Dank an alle, die mich gewählt haben! Ich freue mich über die Anerkennung und gehe nach meinem Urlaub gut erholt und voll motiviert in die Vorbereitung der nächsten Saison.

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